Schlüsseldepots dienen der Schlüsselsicherheit speziell im gewerblichen Kontext. Dabei geht es darum die für ein Unternehmen oder eine Institution wichtigen Schlüssel für Dienstleister in Gefahrensituationen zur Verfügung zu stellen.

Schlüssedepot

Schlüsseldepots helfen u.a. der Feuerwehr

Dies war ursprünglich speziell auf die Dienste der Feuerwehr bezogen, die im Brandfall durch ein Schlüsseldepot den Generalschlüssel zur Verfügung hatten und keinen Sachschaden am Gebäude verursachen mussten. Der dementsprechend benannte „Feuerwehrschlüsselkasten (FSK)“ wurden im Laufe der Jahre durch den Begriff Schlüsseldepots ersetzt, das mit dem technologischen Fortschritt auch andere Dienstleister, wie Wach- oder Sicherheitsunternehmen oder Techniker.

Unterschiedliche Sicherheitsstufen

Die Sicherheit von Schlüsseldepots wird in drei Kategorien unterteilt.

Kategorie 1

Schlüsseldepots der Kategorie 1 (SD1) sind Depots der ersten Sicherheitsstufe und lediglich für den Außengebrauch geeignet. Sie sind meistens aus einwandigem Blechstahl gefertigt und bieten somit nicht genug Sicherheit für das Hinterlegen von Generalschlüsseln. In Depots dieser Klassifizierung dürfen lediglich Tor- oder Anlagenschlüssel hinterlegt werden, die keine sicherheitsrelevante Bedeutung haben.

Kategorie 2

Die Schlüsseldepots der Kategorie 2 (SD2) sind ein wenig stabiler gebaut, als die der Kategorie 1 und werden in oder an der Außenwand von Gebäuden angebracht. Hier können Schlüssel hinterlegt werden, die Zutritt zu Gebieten des Gebäudes zulassen, die jedoch ebenfalls keine sicherheitsrelevante Bedeutung haben. Hierbei handelt es sich beispielsweise um Treppenhäuser und Garagenanlagen. Die Überwachung des SD2 geschieht nicht über eine Einbruchmeldeanlage, sondern über die Brandmeldeanlage.

Kategorie 3

Erst mit dem Gebrauch eines Schlüsseldepots der Kategorie 3 (SD3) können Generalschlüssel und Schlüssel zu anderen sicherheitsrelevanten Bereichen deponiert werden, da diese Depots rundum vom Mauerwerk verschlossen und komplett bohrgeschützt sind. Zudem werden sie zusätzlich zur Brandmeldeanlage (BMA) über eine Einbruchmeldeanlage gesichert. Die Schlüsseldepots aller Kategorien werden durch zwei Lagen Stahltüren gesichert, von denen die äußere Tür elektromagnetisch gesichert ist. Diese öffnet sich somit nur, wenn sie durch die BMA freigeschaltet wurde. Bei der SD3 muss zusätzlich die Einbruchmeldeanlage freischalten. Diese Kategorien dienen als Grundlage für die sachgemäße Aufbewahrung von Schlüsseln, da der Versicherungsschutz ansonsten nicht in Kraft tritt.

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