Angaben von Sicherheitsstufen bei Tresoren und Safes

 In Ratgeber

Sicherheitsstufen VDS, VDMA, EcBSicherheitsstufen geben dem Kunden Auskunft über die Qualität und Aufbruch-Sicherheit eines Schlüsseltresores oder jeder anderen Form eines Tresores. Sie ist jedoch nicht verpflichtend. Die Bedeutung ist auch Gegenstand von Versicherungsansprüchen.

Bei den kleinen Schlüsseltresoren für die Wandanbringung oder mit Bügel, auch Schlüsselboxen genannt,  ist zumeist keine Sicherheitsstufe angegeben und es wird damit auch keine erfüllt. Aufgrund ihre Einsatzgebietes, Bauform und Größe sind sie jedoch auch anders zu bewerten.

Zuständige Institutionen und Gütesiegel

In Deutschland sind zwei Institutionen von entscheidender Bedeutung. Dies ist zum einem der Verband der Schadensversichert(VdS) und zum anderem das European Certification Board (EcB). Sie klassifizieren und testen Tresore. Beide haben eigene Klassifizierungssysteme an denen sich die Versicherungen orientieren.

Achten Sie bei besonders wertvollen Schlüsseln, Wertsachen oder anderen Gegenständen auf die Gütesiegel! Im Zweifel werden Sie keinen Schadenersatz von ihrer Versicherung erwarten können.

European Certification Board

Jeder Tresor, der die mehrfachen praktischen Tests der EcB besteht, erhält das Gütesiegel, welches auf der Innenseite des Tresors vorhanden sein muss. Hierzu sind die Prüfnormen EN 1143-1 und EN 14450 zu berücksichtigen, die seit 2004 in Kraft sind.

Bei Tresoren, die nicht mindestens die Anforderungen der heutigen Klasse 0 erfüllen, muss davon ausgegangen werden, dass sie sich innerhalb von wenigen Minuten aufbrechen oder manipulieren lassen.

Verband der Schadensversicherer

Auch bei der VdS erfolgt eine laboratorische Untersuchung der Tresore auf die bei Bestehen eine Zertifizierung erfolgt. So werden mehrere Aufbruchszenarien  und Brandszenarien getestet. Je nach Bautyp sind unterschiedliche Klassen und Prüfungen vorgesehen.

Die VdS gibt an, dass die EcB-Gütesiegel nicht so streng sind wie die Eigenen. Weitere Informationen gibt es dazu hier.

VDMA-Angabe nicht mehr aktuell

Viele Hersteller werben immer noch mit der Sicherheitsstufe A und B des Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA). Diese haben seit 2003 keine Gültigkeit bei Versicherungen mehr!

SicherheitsstufenSo wurde eine fehlende Qualitätsprüfung, fehlende Typprüfung oder vorhandene Fremdkontrolle bemängelt. Die Hersteller haben sich selbst verpflichtet, sofern sie mit den Sicherheitsstufen werben wollten, die Kriterien einzuhalten(Eigenkonformitätserklärung). Die VDMA hat nur Stichproben auf die Einhaltung durchgeführt und die Tresore nicht getestet. Die Bauvorschriften wurden in dem Einheitsblatt 24992 festgehalten.

Zu den damaligen Anforderungen, von denen heuten noch viele Angewendet werden, zählen:

Werkstoff, Wanddicke, Verschlussart. Ein Widerstandswert fehlte.

Davor hatte das Deutsche Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung „ordnende“ Regelungen“ für Sicherheitsschränke formuliert, die aber auch keine Bedeutung mehr haben.

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